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Warum mit einer Laktat-Analyse trainieren?
Jeder hat bestimmt schon einmal etwas in dieser Richtung gehört: „Du musst mit einem Puls von 135 trainieren”
oder „nimm 180 minus Lebensalter - Deine 75% und Du hast Deinen richtigen Trainingspuls!”.

 

„Stimmen diese Empfehlungen denn auch bei mir?" Diese Frage ist berechtigt, denn beim näheren Hinsehen
zeigt sich, dass eine Vielzahl von Faktoren Einfluss auf die Höhe der Pulsreaktion nehmen: das Alter, das
Geschlecht, die Veranlagung, die Sportart, der Trainingszustand, die Einnahme von Medikamenten und nicht
zuletzt die psychische Situation (Stress, Ärger, Freude). Man muss also auch bei der Suche nach dem optimalen
Trainingspuls feststellen: Jeder Mensch ist etwas anders!

 

 

Was ist Laktat und warum bildet es sich im Körper?
Unsere Muskeln arbeiten beim Walken, Laufen oder Radfahren ausdauernd und benötigen deshalb Energie.
Diese Energie tragen wir in Form von energiereichen Phosphatverbindungen in uns. Diese Adenosintriphosphate (ATP)
sind jedoch nur in kleinen Mengen in unserem Körper vorhanden und können auch nur in solchen gespeichert werden.
Bei steigender Belastung reichen die ATP nicht aus und es entsteht ein Mangel. Dieser Mangel wird bei moderater körperlicher
Belastung und bei ausreichender Sauerstoffversorgung durch die Spaltung von Zucker und Fett in ATP wieder behoben.
Bei sehr starker muskulärer Belastung reicht der Sauerstoff für die Sicherung des Nachschubs an ATP nicht mehr aus.
Als Notanker werden Muskelglykogene ohne die Hilfe von Sauerstoff zu Milchsäure abgebaut.
Das Salz dieser Milchsäure bezeichnet man als Laktat.
Die Phase, in der mehr Laktat und Milchsäure gebildet wird als abgebaut werden kann, nennt man aerob-aneroben Übergang
oder Schwelle. Er liegt bei ca. 4 mmol Laktat pro Liter Blut. Bei extremer Belastung kann der Laktatwert bis zu
20 mmol pro Liter ansteigen.

 

Was nützt es, den Laktatwert zu kennen?
Die Kenntnis der eigenen aerob-aneroben Schwelle, erlaubt es uns, auf gezielte Steigerung der Ausdauerleistung hin zu trainieren.
An dieser Schwelle bestehen für Herz und Muskeln die idealsten Voraussetzungen, was zum maximalen Trainingseffekt führt.
Auch erlaubt uns die Kenntnis, ab wann der optimale Bereich zur Fettverbrennung erreicht ist und wann dieser wieder
verlassen wird! Außerdem kann man vermeiden, dass durch Übersäuerung der Muskeln die Leistungsfähigkeit abnimmt.
Darüber hinaus verrät uns der Laktatwert auch den derzeitigen Trainingsstand und erlaubt Prognosen auf
mögliche Spitzenleistungen.  

Wie funktioniert ein Laktattest?
Der Proband wird einer stufenförmig ansteigenden Belastung ausgesetzt. Das heißt, er fährt auf dem Ergometer mit einer
Anfangsbelastung, diese wird immer um eine Stufe erhöht. Jede Belastungsstufe wird zwischen drei und fünf Minuten gehalten.
Anschließend wird ein Tropfen Blut entnommen und der Laktatwert bestimmt. 

             

 

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